YJVZ2712

“An St. Martin wönd mir denke und s’Liecht enand hüt schenke”

Gegen 100 Kindergärtler trafen sich am 9. November zusammen mit Eltern und Lehrpersonen auf der Breitenwiese zum St. Martins-Fest. Die Vorbereitungen darauf begannen aber schon Wochen davor…

Lieder üben, Räben bestellen, Aushöhler suchen, die Geschichte von St. Martin erzählen – das sind Vorbereitungen, die im Vorfeld des St. Martins, oder ganz einfach des “Räbeliechtli-Umzugs”, in den Kindergärten stattfinden. Aber die wahrscheinlich wichtigste Vorbereitung ist, sich mit dem Sinn der St. Martins-Geschichte zu befassen. Es wird in den Kindergärten darum über das Teilen gesprochen und über das Helfen – nicht nur sich selber, sondern auch anderen Kindern. Dies sind wichtige soziale Werte, die für das ganze Leben ihre Wichtigkeit haben.

Im Kindergartenalter machen die Kinder einen grossen Schritt in ihrer sozialen Entwicklung. Der Blick weitet sich, sie werden weniger selbstbezogen und lernen, andere Sichtweisen einzunehmen, sich in andere Menschen hineinzufühlen. Freundschaften werden wichtig, das Zusammensein mit Gleichaltrigen. Von daher passt die Martins-Geschichte perfekt in diese Zeit der Entwicklung. Sie unterstützt den Aufbau der Empathie und trägt zur sozialen Entwicklung bei. Und natürlich ist es für die Kinder auch aufregend und spannend, am Abend, im Dunkeln, zum Kindergarten zu kommen.

Die Vorfreude und die Spannung waren bei allen gross. Auch ein gewisser Mut gehört dazu, an diesem Umzug im Dunkeln mitzumachen. Viele freudige Gesichter waren auf der Breitenwiese zu sehen. Die fünf Kindergärten des Schulkreises Feld waren in diesem Jahr dran. Rainer Böhm von der katholischen Kirche führte durch das Programm. Die Kinder staunten über das kurze Theater, über den roten Mantel von St. Martin und das Wiedererkennen all der Figuren, von denen sie vorher in der Geschichte gehört hatten. Die Lieder tönen eindrücklich, wenn sie von fast 100 Kindern gesungen werden. Glücklich gingen dann alle mit dem Biber in der Hand, den sie vom St. Martin erhalten hatten, auf den Heimweg. Für die meisten Kinder wird dieser Anlass eine schöne Erinnerung sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dir auch gefallen...

Du bist gerade offline.