Unbenannt

Buchtipp der Gemeindebibliothek

Ein warmherziger Roman über lieb gewonnene Fundsachen

Emma arbeitet im Fundbüro, im Keller des Rathauses, der Kleinstadt Bickstädt. Zu ihren liebsten Fundstücken denkt sie sich oftmals Geschichten aus. So kann es Emma kaum glauben, als ihr neuer Chef sie beauftragt, den alten Plunder zu entsorgen. Als Sparmassnahme heisst es. Also tut Emma etwas, das für sie sehr ungewöhnlich ist: sie rebelliert. Unterstützt vom zurückhaltenden Taxifahrer Dominik nimmt sie die lieb gewonnenen Gegenstände heimlich mit nach Hause und versucht, über einen Blog, den sie «Das Archiv der verlorenen Träume» nennt, die Dinge wieder zurück an die Menschen zu bringen, die sie einst verloren haben.

Über ihren Blog melden sich immer wieder Personen, die längst verloren geglaubte Gegenstände wiedererkennen. Wenn Emma die Fundstücke den Besitzern zurückgibt, erfährt sie die wunderschönsten, ergreifendsten und traurigsten Geschichten, die die kleinen Schätze verborgen haben. Emma ist sehr glücklich, dass sie so vielen Menschen helfen konnte und alte Freundschaften nach Zerwürfnissen wieder aufblühen. So erlebt auch sie selbst auf einmal, was es heisst, zu lieben und ihr Glück gefunden zu haben.

Obwohl ich ansonsten eher Psychothriller lese, finde ich diesen Roman über lieb gewonnene Fundsachen, die Kraft der kleinen guten Tat sehr gelungen. Menschen verlieren Dinge, nicht aber die Erinnerung daran. Das macht sie unersetzbar, auch wenn sie keinen materiellen Wert haben. Dieses Buch lässt Träume aufleben und zeigt auch, dass man mutig sein kann und manchmal auch rebellieren darf. Es ist nie zu spät, das Glück zu finden.

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