David Fuchs belegte den dritten Platz an den Swiss Skills.

Goldacher David Fuchs im Interview: An den Swiss Skills belegt er den 3. Rang in der Kategorie Metallbaukonstrukteur/in

Im September fanden die zentralen Berufsmeisterschaften – Swiss Skills 2022 – in Bern statt. Die besten jungen Berufsleute der Schweiz stehen während dem fünftägigen Grossevent live im Einsatz. Der Goldacher David Fuchs belegte in der Kategorie Metallbaukonstrukteur/in den 3. Rang. Wir gratulieren David ganz herzlich zum hervorragenden 3. Rang.

Wie geht es dir mit dem 3. Rang an den Swiss Skills?

Allein die Möglichkeit an den Swiss Skills teilzunehmen, hat mich unglaublich gefreut. Dass ich dann noch einen Podestplatz erreiche, hätte ich nie gedacht. Der dritte Platz ist für mich eine deutliche Bestätigung, dass ich auf gutem Weg für die Zukunft in der Metallbaubrache bin.

Wie hast du dich für die Swiss Skills vorbereitet?

Ich habe mit meinem Zeichnungsprogramm eine Plottvorlage erstellt, um beim Plandruck etwas Zeit sparen zu können. Die Technik habe ich auch kontrolliert. Ansonsten habe ich einfach gearbeitet, da ich dachte, dass dies die beste Vorbereitung ist.

Weshalb wolltest du an den Swiss Skills teilnehmen?

Hauptgrund für meine Teilnahme an den Swiss Skills war es, andere talentierte Konstrukteure und Konstrukteurinnen kennenzulernen und mich auszutauschen. Ich finde es immer sehr interessant, neue Leute aus unserer Branche kennenzulernen. Okay, ein bisschen Ergeiz, sich mit den anderen zu messen, war natürlich auch dabei. Das war aber nicht mein Hauptgedanke.

Was war die Aufgabe für die Metallbaukonstrukteurinnen und Metallbaukonstrukteure?

Wir mussten uns fünf verschiedenen Teilaufgaben stellen, die innert vorgegebener Zeit zu erledigen waren. Gestartet haben wir im Bereich Fassadenbau mit Sonnenschutz. In der zweiten Aufgabe wurde das Fachwissen in Bezug auf Sicherheit mit Glas am Bau geprüft. Die dritte Aufgabe wurde im Bereich Treppenbau gelöst. Bei der vierten, etwas kleineren Aufgabe waren unsere Geometriekenntnisse und Geschwindigkeit gefordert. Die letzte Aufgabe war für mich die schwierigste. Ich musste ein Befestigungsvorschlag an einer Glasfassade mit dreieckigen Gläsern erstellen.

Was machte die fünfte Aufgabe besonders schwierig?

Der Knotenpunkt (bzw. Befestigungspunkt) einer Fassade musste gelöst werden, wo verschiedene dreieckige Gläser aufeinandertrafen.  Die dreieckigen Gläser wurden im Grundriss immer an der Spitze auf eine andere Ebene gesetzt, damit von aussen ein Erscheinungsbild auftritt, wo die Dreiecke pyramidenförmig raus- und reinschauen.  Mit einem 3D-Programm ist es keine Herausforderung, aber im zweidimensionalen Bereich ist es viel schwieriger, da die dritte Ebene fehlt.

Wie war die Stimmung unter den jungen Berufsleuten?

Die Stimmung war super. Was wir aber gemerkt haben, war die Sprachbarriere. Nur einer der Deutschschweizer und Deutschschweizerinnen konnte fliessend französisch. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, nach den strengen Arbeitstagen ein kühles Blondes miteinander zu zischen.

War es ein Vor- oder ein Nachteil, dass dein Bruder ebenfalls bei den Metallbaukonstrukteuren teilnahm?

Für mich war es ein Vorteil. Einerseits hat mich die Teilnahme von meinem älteren Bruder Urs angespornt besser abzuschneiden als er. Andererseits motivierten wir uns mit dummen Witzen gegenseitig, wenn es unserer Meinung nach nicht gut gelaufen ist.

Im Allgemeinen könnte ich mir unsere Firma Fuchs + Fuchs Metallbau und Stahlbau AG ohne meinen Bruder nicht vorstellen. Ich durfte unglaublich viel von Urs lernen und tue es heute noch.

Der 1. Platzierte gewann einen Check über CHF 5’000.- für die Weiterbildung. Was gab es für den 3. Platz?

Für den dritten Platz gab es einen Check über CHF 1’000.- für Weiterbildungen bei unserem Verband. Ausserdem gab es eine Swiss Skills Thermosflasche, eine Bronze-Medaille, einen etwas laschen Händedruck von Guy Parmelin und ganz viele schöne Erinnerungen an die Zeit an den Swiss Skills.

Wie geht es jetzt weiter in deinem Berufsleben?

Im Sommer will ich die Zusatzlehre als Metallbauer erfolgreich abschliessen. Danach werde ich den Militärdienst absolvieren und anschliessend ins Büro zurückkehren. Dort herrscht gerade Not an Konstrukteurinnen und Konstrukteuren. Weiterbildungsmässig will ich die Berufsprüfung ablegen und den Metallbaumeister machen.

David, wir wünschen dir von Herzen alles Gute für deine weitere berufliche Zukunft und viel Erfolg.

Die Sieger in der Kategorie Metallbaukonstrukteur/in mit Bundesrat Guy Parmelin v.l.n.r.: Svenja Knecht (2. Rang), David Fuchs (3. Rang) und Adrian Gilgen (1. Rang)

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