Seeuferplanung

Seeufer weiter aufwerten

Der Seeanstoss ist eine strategische Erfolgsposition von Goldach, die es zu stärken und bestmöglich zu nutzen gilt. Die Seeuferplanung soll deshalb weiter umgesetzt werden.

Die regionale Seeuferplanung stammt aus dem Jahr 2012. Deren Ziel ist es, das Seeufer in Abstimmung mit den Nachbargemeinden als einzigartigen Ort zu positionieren, welcher einheimischen wie auch auswärtigen Besucherinnen und Besuchern unvergessliche Erlebnisse bietet. Folgende Absichten sollen zur Zielerreichung beitragen:

  • Freizeiteinrichtungen und Gastronomie ausbauen;
  • natürliche Uferabschnitte erhalten und verbessern;
  • Hafen stärken;
  • Attraktives Fuss- und Velowegnetz fördern;
  • Entwicklungsgebiet Rietli angehen.

Kleine Schritte umgesetzt

Die Umsetzung erfolgte bisher in kleinen Schritten. So vergab der Gemeinderat den Verpflegungsstand bei der Hafeneinfahrt neu und unterstützte den Ausbau der TIKI Strandbar zu einem Sommer-Highlight über die Region hinaus. Zudem steht das Badi-Restaurant seit einiger Zeit auch Passantinnen und Passanten offen.

Im Bereich Seegarten realisierte die Gemeinde im Jahr 2016 neue Buhnen. Das sind kleine Dämme mit Blocksteinen, die rechtwinkling in den See hinausragen und dazu führen, dass ein natürlicher Kiesstrand entsteht.

Weiter machte der Gemeinderat das Freibad Seegarten über die Wintermonate frei zugänglich.

Dank der neu durchgehenden Thannäckerstrasse war auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2021 eine neue Buslinie über die Langrütistrasse vorgesehen. Dadurch lässt sich das Seeufer und insbesondere die Badi mit dem öffentlichen Verkehr erschliessen. Eine Beschwerde gegen den Vergabeentscheid des Kantons verzögert die Umsetzung des neuen Buskonzeptes nun aber auf unbestimmte Zeit.

Laufende Planungen

Angestossen hat der Gemeinderat auch verschiedene Planungen. Bereits weit fortgeschritten ist die Neugestaltung der Dorfbachmündung. Diese ist heute wenig attraktiv und aus ökologischer Sicht für den Fischaufstieg vom See problematisch. Die Situation liesse sich durch eine Vorstreckung der Ufer verbessern. Dadurch entstünden neue Uferbereiche, die sich attraktiv gestalten liessen.

Einen weiteren Planungskredit erteilte die Bürgerversammlung im Jahr 2015 für eine neue Schiffsanlegestelle im Bereich des Hafens. Es gab dazu aber auch viele kritische Stimmen, weshalb der Gemeinderat dieses Projekt nicht forcierte. Im Vordergrund steht heute vielmehr ein öffentlicher Bodenseesteg, wie er sich in vielen Seegemeinden grosser Beliebtheit erfreut.

Schliesslich strebt der Gemeinderat Verbesserungen beim Gebäude des Segelclubs an, soweit dieses für öffentliche Nutzungen vorgesehen ist. Konkret geht es um die Erneuerung der WC-Anlagen und die Realisierung einer gedeckten Abwasch- und Schüttstelle für die Hafennutzer. Schliesslich soll auch die Situation für die Hafenmeisterin verbessert werden, indem ihr ein neues Büro zur Verfügung gestellt wird.

Geprüft hat der Gemeinderat auch, ob in der Verlängerung der Rietbergstrasse eine Bahnunterführung realisiert werden könnte. Die Resultate befriedigen aber nicht. Unterführungen unter dem Seewasserspielgel sind nicht nur teuer, die eher düsteren Tunnels sind auch wenig einladend. Die Lösung sieht der Gemeinderat deshalb in einer Überführung im Zusammenhang mit der Überbauung des Entwicklungsgebietes Rietli beim heutigen Parkplatz.

Voraussetzungen schaffen

Die laufende Ortsplanungsrevision soll die Grundlagen schaffen, um weitere Ziele der Seeuferplanung anzugehen. Einerseits geht es um die zonenplanerischen Voraussetzungen, um allenfalls ein separates Gastronomieangebot an der Seepromenade zu realisieren. Auch im Gebiet Rietli ist eine neue Zonierung Bedingung, um die gewünschte Entwicklung mit Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen. Andererseits ist der Richtplan mit den zusätzlich angestrebten Massnahmen zu ergänzen. Beispielsweise möchte der Gemeinderat eine Renaturierung des Uferbereichs zwischen der TIKI-Strandbar und der Gemeindegrenze Rorschach prüfen.

Die Seeuferplanung soll also nicht toter Buchstabe bleiben, sondern im Gegenteil Schritt für Schritt zu einer (noch) attraktiveren Gemeinde beitragen.

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