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Vom Platzmangel in der «KITA» bis zum «BZG»

Auslöser war der akute Platzmangel in der Kindertagesstätte (KITA) Goldach zur Betreuung der stetig wachsenden Zahl der Hortkinder (Kinder im schulpflichtigen Alter) anfangs 2017. Der Gemeinderat beschloss damals als dringendes Legislaturziel eine umfassende Neukonzeption der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung.

Eine vertiefte Analyse der Situation in Goldach zeigte den dringenden Bedarf an schulergänzenden Betreuungsplätzen, aber auch das Fehlen einer Stelle, welche die Übersicht über alle bereits vorhandenen Dienstleistungen im familiären Bereich sicherstellt. Nebst der Erarbeitung des Konzeptes «Tagesstrukturen» nahm sich die beauftragte Kommission Jugend, Familie und Integration (heute Kommission Gesellschaft) auch einem Strukturprojekt zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe an.

Auftrag ergänzt

Im Zuge der Konzept- und Projektarbeit eruierte die Kommission als weitere Lücke in diesem Angebotsbereich einen zentralen Ort, der die Begegnung zwischen Kindern und Familien niederschwellig ermöglicht und an welchem Informationen für Familien umfassend und gebündelt zugänglich sind. Die Bedeutung solcher Begegnungsorte mit ihren präventiven Wirkungen bestätigt der Kanton auch in seiner Strategie Frühe Förderung. Entsprechend unterstützt er Projekte in dieser Richtung finanziell. Aufgrund dieser Erkenntnisse beauftragte der Gemeinderat die Kommission Jugend, Familie und Integration, zusätzlich ein Vorprojekt für ein Begegnungs- und Integrationszentrum auszuarbeiten.

Das Legislaturziel zur umfassenden Neukonzeption der schul- und familienergänzenden Kinderbetreuung wurde mit der Eröffnung der Tagesstrukturen im neuen Gebäude neben der Mehrzweckhalle im September 2020 erreicht. Trotz extrem kurzer Anlaufzeit konnte der Betrieb in den neuen Räumlichkeiten dank dem grossen Einsatz aller Beteiligten erfolgreich starten. Ein reibungsloser Hortbetrieb hat für die Kommission Gesellschaft oberste Priorität.

Begegnungszentrum als nächster Schritt

Nichtsdestotrotz arbeitet die Kommission intensiv an einem Konzept Begegnungszentrum Goldach «BZG». Angedacht ist, dass das BZG ebenfalls in den Räumlichkeiten der Tagesstrukturen Platz findet. Die Angebote im BZG sollen generationenübergreifend auf die Bedürfnisse der Familien ausgerichtet sein und die Integration aller Bürgerinnen und Bürgern fördern. In diesem Sinne kommt der Familienunterstützung und der Integration fremdsprachiger Personen besondere Bedeutung zu. Das BZG soll bestehende Angebote integrieren und über Räume verfügen, die Gruppen und externe Dienste punktuell nutzen können. Es sollen aber keine Konkurrenzangebote geschaffen werden. Neu initiierte Angebote sollen bedarfsgerecht und ergänzend sein. Das BZG soll ein Ort werden, wo Gemeinsames flexibel entstehen kann.

Die Angebote des BZG können mit den «vier B» zusammengefasst werden:

  • Begegnung: Kaffee- und Spieltreff mit Krabbelbereich, Generationen-Zmittag/-Znacht, Interkulturelles Frauenkaffee, Aussenspielplatz …
  • Bildung: Infothek, Elternbildung, Kreativkurse für Seniorinnen und Senioren, Bildungsangebot der Volkshochschule Rorschach VHR, Deutschkurse, Kreativatelier …
  • Beratung: Jugend- und Familienberatungsstelle, Mütter- und Väterberatung, Pro Senectute Sprechstunde, Sprechstunde mit Erziehungsberatung, Erstgespräche für Neuzugezogene / Götti-Gotti-Angebot ….
  • Betreuung: schulergänzende Betreuung (Hortbetrieb), Mittagstisch, stundenweise Kinderhüte, Babysittervermittlung …

Wie bereits erwähnt hat die Etablierung des Betriebes der Tagesstrukturen Priorität. Die Umsetzung des Konzepts BZG soll dann schrittweise ab 2022 erfolgen.

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