Das Füttern von Vögeln am See sollte vermieden werden.

Vorsicht beim Füttern von Wasservögeln am See

Oft füttern Vogelliebhaber die Wasservögel am See mit altem Brot oder Speiseresten. Von überall fliegen Möwen heran, Enten versammeln sich und Schwäne schwimmen daher.

Die Vogelwarte Sempach wie auch BirdLife Schweiz empfehlen Wasservögel nicht zu füttern, da diese selbst im Winter genügend Nahrung finden und somit nicht auf die Fütterungen durch uns Menschen angewiesen sind.

Das übermässige Füttern von Wasservögeln führt dazu, dass sich verhältnismässig viele Wasservögel auf einen kleinen Raum konzentrieren, anstatt sich auf natürliche Art und Weise gleichmässig auf dem See zu verteilen. Wo viele Vögel auf kleinem Raum sind, lassen sich Verunreinigungen durch Vogelkot kaum vermeiden, was unangenehm ist. Ebenfalls verbreiten sich Krankheiten einfacher und schneller, was die Sterblichkeit der Tiere erhöht.

Ein Fütterungsverzicht führt demgegenüber zu einer gleichmässigeren Verteilung der Vögel auf dem See.  Auch gefährdete Wasservogelarten profitieren nicht. Dringender benötigen alle Vögel Schutz durch Ruhezonen, in denen sie ungestört fressen können und nicht unnötig Stress erleiden. 

Wer dennoch daran interessiert ist Wasservögel zu beobachten, kann dies auch aus der Distanz tun. BirdLife Goldach lädt auf ihrer Webseite immer wieder zu Exkursionen ein. Im Schlick gründelnde oder nach Muscheln tauchende Enten, nach Fischen abtauchende Jäger oder auf Warten sitzende Eisvögel sind mittels Feldstecher oder gar Fernrohr – Ornithologen nennen es Spektiv – gut zu beobachten.

Im Februar 2023 startet zudem ein ornithologischer Grundkurs bei BirdLife Goldach unter der Leitung von Tom Bischof. Ein guter Start für alle, die sich Grundkenntnisse der Vogelwelt aneignen wollen.

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