Buchtipp: Was die Gezeiten verbergen.

Buchtipp der Gemeindebibliothek

«Was die Gezeiten verbergen» von Sarah Crouch

Kurzer Inhaltsbeschrieb:
Die Rückkehr in die kleine Küstenstadt Point Orchards im malerischen Puget Sound ist der bisherige Tiefpunkt in Elijah Leiths Leben. Vor vielen Jahren kehrte er seiner Heimat und auch seiner Jugendliebe Nakita den Rücken, um seinen grossen Traum zu verwirklichen. Er will ein erfolgreicher Schriftsteller werden, um von seinem tristen und unglücklichen Familienleben wegzukommen. Doch nun steht er vor einem Scherbenhaufen. Sein verfallenes Elternhaus, umgeben von moosbewachsenen Tannen und glitzernden Wasserläufen, wird zu seinem Rückzugsort. Und zu dem Platz, an dem er sich an der wilden Küste des Pazifiks ein neues Leben aufbauen muss. Als auch Nakitas Weg eine schicksalhafte Wendung nimmt, nähern sich die beiden wieder an. Elijah schöpft Hoffnung, aber schon bald droht eine grausame Entdeckung alles zu zerstören. Jetzt muss er nicht nur für seine grosse Liebe kämpfen, sondern auch für seine Unschuld.

An einem friedlichen Morgen wird die von allen im Ort bewunderte Ärztin tot aufgefunden. Zuerst sieht es nach einem Suizid aus, doch bald stellt sich heraus, dass sie ermordet wurde. Schnell fällt der Verdacht auf den Rückkehrer Elijah Leith, denn das grausame Verbrechen gleicht exakt demjenigen aus seinem einzigen Roman, den er in der Grossstadt geschrieben hat. Hinter der Kleinstadtidylle tun sich Abgründe auf und im Zentrum eines verhängnisvollen Sogs aus Wut, Schuld und Misstrauen stehen Elijah und seine grosse Jugendliebe Nakita.

Mir hat das Buch gefallen, weil..
..es ein atmosphärischer und ruhiger Roman ist, der durch seine Landschaftsbeschreibungen und den poetischen Schreibstil besticht. Die Autorin schafft es, die raue Küstenlandschaft, den pazifischen Nordwesten eindrucksvoll zum Leben zu erwecken, sodass der salzige Wind auf der Haut beinahe spürbar wird. Besonders gelungen ist die Darstellung von Elijahs einsamen Leben, das in starkem Kontrast zu seinen inneren Sehnsüchten und Wunsch nach Zugehörigkeit steht. Eine Liebeserklärung an die Schönheit, an die Kraft der Freundschaft und an die Bereitschaft, dafür zu kämpfen.

Der Mix aus Liebesgeschichte und Krimi funktioniert grundsätzlich gut, insbesondere die spannenden Elemente um den Mordfall sorgen für anhaltende Neugier.

Sarah Crouch ist ein raffiniertes Debüt gelungen. Eine Geschichte über Liebe, Rache und Wiedergutmachung, mit überraschenden Wendungen. Die ruhige Erzählweise ist auch für Lesende geeignet, die weniger Wert auf eine komplexe Krimihandlung legen und sich an einem «leichten» Krimi versuchen möchten.

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