Von einer neuen Sekschülerin
Es war recht traurig, als vor den Sommerferien die 6. Klasse zu Ende ging. Wir mussten uns von unseren Klassenkameraden, von den Lehrpersonen und von unserem Schulhaus verabschieden. Es war eine schöne Zeit und wir hatten eine tolle Klasse.
Nun bin ich in der 1. Sek. Ich habe mich vor allem auf die neuen Lehrpersonen gefreut und auf meine neue Klasse. Erste Freunde habe ich schon gefunden. Ich war mir unsicher, wie streng die Lehrpersonen sein werden und wie sich die älteren Schüler auf dem Pausenplatz so verhalten.
In der ersten Woche haben wir verschiedene Aktivitäten zum Kennenlernen gemacht. Wir sind Minigolfspielen gegangen, assen Pizza und gingen in den Wald. Bis jetzt kenne ich meinen Klassen- und den Hauptlehrer. Das ist ein Unterschied zur Primarschule: Wir haben nun verschiedene Lehrpersonen und müssen die Schulzimmer wechseln. Unsere Schulsachen können wir in einem Fächli lagern.
Nach dieser Kennenlernwoche freue ich mich nun darauf, dass die Sek richtig losgeht.
Lorina Kreis über ihren ersten Schultag als Lehrperson
Im Juni habe ich meine Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule in Rorschach abgeschlossen und mein Diplom erhalten. Obwohl ich in Goldach aufgewachsen bin, war ich nie Schülerin im Schulhaus Bachfeld. Daher war der erste Schultag für mich nicht nur der erste als Lehrperson überhaupt, sondern auch der erste in diesem Schulhaus!
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Einstieg und einer Kennenlernrunde mit meiner vierten Klasse. In der zweiten Stunde fand eine Willkommensfeier im Schulhaus statt, bei der alle Klassen zusammenkamen. Anschliessend starteten wir mit Technischem Gestalten in den «normalen» Unterricht. Am Nachmittag klärten wir viele organisatorische Dinge, verteilten Materialien und die Kinder lernten sowohl die Teamteaching-Lehrperson als auch die schulische Heilpädagogin kennen. Für uns alle brachte der erste Tag also viele neue Eindrücke.
Am Ende des ersten Tags verliess ich das Schulhaus zwar müde von den vielen Eindrücken, aber mit einem Lächeln im Gesicht und voller Vorfreude auf die kommende Zeit. Die Kinder sind äusserst aufgeweckte und energievolle Persönlichkeiten, und ich freue mich darauf, sie in den nächsten drei Jahren auf ihrem schulischen Weg zu begleiten. Besonders dankbar bin ich auch dem Lehrpersonenteam, das mich von Anfang an offen und herzlich aufgenommen hat. Ihre Unterstützung hat mir den Einstieg enorm erleichtert und bestätigt mir, dass ich hier am richtigen Ort bin.

Jeremias Willi – neuer 1. Klässler
Ich habe mich sehr auf die Schule gefreut, da ich gerne neue Sachen mache. Wir haben schon einmal mit dem Kindergarten das Schulhaus besucht und geschaut, wo unser Schulzimmer sein wird. Es gefällt mir sehr, da wir im rosa Stock sind und auf den Bodensee schauen können. Am Wellentag bekamen wir Smarties und mussten etwas über uns erzählen.
Zum Abschied schenkten wir unserer Kindergärtnerin Sonnenblumen, da sie uns immer so angestrahlt hat. Sie gab uns ein Hausaufgabenmäppchen mit Piraten. Das brauche ich fast jeden Tag, denn wir haben immer am Montag, Dienstag und Donnerstag Hausaufgaben. Auch sonst ist vieles in der Schule anders. Wir müssen mehr stillsitzen, länger zuhören und können weniger spielen. Wir können basteln, Bücher anschauen oder Spiele spielen, aber einen „Bauecken“ und andere grosse Sachen hat es nicht mehr. Dafür habe ich einen schönen Platz für mich ganz aussen am Fenster. Von meinem Pult aus kann ich nach draussen sehen.
Am ersten Schultag hatten wir ein Begrüssungsfest mit dem ganzen Schulhaus und meiner Familie. Mein Schul-Götti hat ein Gedicht für mich vorgesagt. In der Schule gefällt mir alles. Wir zählen, malen und lernen verschiedene Mundbilder. Diese Woche dürfen wir die Rennmäuse der 6. Klasse hüten, da diese im Lager sind. Das ist toll!

Familie Derungs – neu im Kindergarten
Santiago besuchte letztes Jahr die Spielgruppe, obwohl wir anfangs dachten, er sei noch zu klein dafür. Er ging aber immer sehr gerne und wollte am liebsten häufiger hin. Darum hat er sich sehr auf den täglichen Kindergarten gefreut. Auch seine Cousine erzählte ihm viel davon und wir schauten Bücher dazu an.
Am Wellentag mit seinem Papi hat er überall mitgemacht und sich gleich wohlgefühlt. Er verstand jedoch nicht, dass er am nächsten Tag nicht wieder in den Kindi durfte. Auf einem Kalender haben wir dann täglich die Tage bis zum Kindergartenstart abgestrichen. Der erste Nachmittag war ein besonderes Erlebnis für ihn als auch für mich als Mutter. Nach dem Begrüssungslied schickte er mich mit einer Blume nach Hause. Zum einen war es natürlich schön zu sehen, wie bereit er für den Kindergarten ist und wie gut wir ihn auf diese Phase vorbereitet haben. Zum anderen schmerzte es etwas loszulassen und zu erkennen, dass nun die «Babyphase» endgültig zu Ende ist.
Für seinen kleinen Bruder war es am Anfang unverständlich, dass wir Santiago einfach dort lassen. Er hat ihn zu Hause oft gesucht. Nun geniesst er die Zeit, in der er seine Mami ganz für sich alleine hat. Und wenn ich ihm sage, wir gehen Santiago abholen, freut er sich riesig auf seinen grossen Bruder.
