Die RWSG erarbeitet derzeit ein Bauprojekt für das Seewasserwerk im Rietli. In diesem Zusammenhang sieht der Gemeinderat Synergien für die thermische Nutzung des Seewassers. Folglich hat er die Contegra AG mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese weist ein enormes Potenzial für Mehrfamilienhäuser aus. Aufgrund dieser guten Ausgangslage wurde die Holinger AG mit einem Vorprojekt beauftragt. Diese Grundlagen sollen aufzeigen, ob die Seewassernutzung in das Gebäude der Seewasseraufbereitungsanlage integriert werden kann. Dabei muss das integrierte Projekt technisch, betrieblich, kostenmässig und vertragstechnisch eine langfristige, nachhaltige Lösung sowohl für die RWSG als auch die Gemeinde Goldach garantieren. Für den Betrieb sind klare Schnittstellen zwischen der Wasserversorgung und der Energieversorgung gefordert.
In der Zwischenzeit liegt das Vorprojekt vor mit dem Ergebnis, dass die Seewassernutzung gemeinsam mit dem Seewasserwerk realisierbar ist. Die Varianten einer gemeinsamen Seewassernutzung zusammen mit der RWSG und einer unabhängigen Anlage wurden einander gegenübergestellt. Die Kosten für eine separate Anlage sind mit CHF 4’789’000 kalkuliert. Bei einer gemeinsam genutzten Anlage sind Einsparungen von rund CHF 904’000 prognostiziert. Die Kosteneinsparungen wären vorwiegend in den Bereichen Bau und bei den Rohrleitungen möglich. Allfällige Kosten für den Erwerb eines Grundstücks sowie Fördermittel sind noch nicht berücksichtigt. Hinsichtlich der möglichen Investitionskosteneinsparung und der geringeren Betriebskosten erachtet der Gemeinderat eine gemeinsame Anlage als sinnvoll.
Die Entscheidungen im Zusammenhang mit der Seewassernutzung sind zwingend im Einklang mit dem Terminplan für die Projektierung und Realisierung des Seewasserwerks zu treffen. Die Planung des Seewasserwerks ist bereits weit fortgeschritten, weshalb sich die Ausarbeitung des Bauprojekts für die thermische Seewassernutzung aufdrängt. Infolge Dringlichkeit und im Sinn der Synergienutzung hat der Gemeinderat im Rahmen seiner Kompetenzen die Erstellung des Bauprojekts zum Preis von CHF 124’315 an die Holinger AG und Contegra AG vergeben.