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Dominik Gemperli

Blickwinkel

Die diesjährige Bürgerversammlung gehört bereits wieder der Vergangenheit an. Rechnung und Budget wurden genehmigt, die Diskussion prägten auch dieses Jahr andere Themen: Die Taxivorfahrt für den Bahnhofplatz etwa, oder – fast schon ein «Evergreen» – die Zukunft des Gmünderhaus.

Im Vorfeld der Bürgerversammlung stelle ich mir oft die Frage: Wieso tue ich mir das eigentlich an? Der Druck ist hoch, die Versammlungsleitung anspruchsvoll. Innert Sekunden soll auf jede Frage eine Antwort folgen, jedes Wort und jede Geste wird vom aufmerksamen Publikum interpretiert. Oder kommentiert. Waren meine Worte gut gewählt, zu forsch, zu lasch oder zu vage, frage ich mich im Anschluss an die Versammlung selbst. Die Antwort darauf erhalte ich schliesslich beim Apéro, wobei sich die Bandbreite der Rückmeldungen in etwa auf diese Adjektive erstreckt. Noch immer im «Tunnel» der Eindrücke, löst sich beim zweiten Glas Wein die Anspannung und es überwiegt ein Gefühl: Grossartig.

Grossartig, wie wir in der Schweiz unsere basisdemokratische Demokratie leben. Grossartig, wie wir die Diskussion zwischen Behörde und Bevölkerung pflegen. Grossartig, wie wir uns trotz gelegentlich unterschiedlicher Haltung mit Anstand und Respekt begegnen.

Ich danke Ihnen, liebe Goldacherinnen und Goldacher, für Ihr Vertrauen.

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