Die Stadt Rorschach und die Gemeinde Goldach prüfen eine vertiefte Zusammenarbeit in verschiedenen Verwaltungsbereichen. Diese Abklärungen stehen in Zusammenhang mit einem verstärkten Fachkräftemangel und sollen gewährleisten, dass in einem immer komplexeren Umfeld die Dienstleistungsqualität auch in Zukunft hoch gehalten werden kann. Dabei soll für ausgewählte Themenfelder ein sogenanntes «Kompetenzzentrum» geschaffen werden. Mit der vorgesehenen Konzentration der Kompetenzen kann neben der Fachlichkeit auch die Attraktivität der Arbeitsplätze gesichert werden, indem die Stellvertretungen gewährleistet sind und Teilzeitarbeitsmöglichkeiten angeboten werden können. Schliesslich erscheinen auch Effizienzgewinne möglich.
Die ersten Abklärungsergebnisse liegen vor. Nun gilt es, die Erkenntnisse zu analysieren und die weiteren Entscheide zu treffen. Dabei geht es insbesondere auch darum, das passende rechtliche Gefäss für das vorgesehene «Kompetenzzentrum» zu finden. Sollte sich die Idee der gemeinsamen Erfüllung gewisser Verwaltungsaufgaben umsetzen lassen, wäre dies eine Pionierleistung im Kanton St. Gallen und hätte wahrscheinlich wegweisenden Charakter. Es bliebe nämlich vorgesehen, dass auch andere Gemeinden gewisse Dienstleistungen einkaufen können und damit von der Professionalität und Kompetenz der Goldacher und Rorschacher Fachkräfte profitieren können. «Nichts ist so beständig wie der Wandel». Dieses Zitat von Heraklit erscheint unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen aktueller denn je.