Die drei Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg bauen gemeinsam die Informatikdienste Region Rorschach (IDRR) auf. Bis die neue Organisation steht, geht die Stadt Rorschach in Vorleistung. Der Stadtrat hat nun wichtige Entscheide getroffen, um die rechtzeitige Bereitstellung der Serverinfrastruktur zu sichern.
Die Marktsituation für Hardware-Komponenten hat sich deutlich verschärft. Es zeichnen sich steigende Preise, längere Lieferzeiten und knappere Lagerbestände ab. Um Verzögerungen und Mehrkosten zu vermeiden, muss die Beschaffung umgehend sichergestellt werden.
Wertvolle Unterstützung durch die Informatikdienste Sarganserland
Schon in der Aufbauphase können die IDRR stark von der engen Zusammenarbeit mit den Informatikdiensten Sarganserland (IDSL) profitieren. Dank deren Erfahrung – auch bei der Submission der notwendigen Serverinfrastruktur – können die IDRR zielgerichteter beschaffen. Das wirkt sich positiv auf die Kosten aus. Die Server-Hardware fällt günstiger aus als ursprünglich angenommen. Das hat den zusätzlichen Effekt, dass die Ausschreibung freihändig oder im Einladungsverfahren erfolgen kann. Das spart Zeit und ist überdies kostengünstiger.
Bereits der Aufbau der IDRR wird eng von der Betriebskommission begleitet. Dieser gehören nebst Vertretern der drei Gemeinden (Reto Stuppan, Rorschach, Lukas Länzlinger, Goldach, Noemi Wehrlin, Rorschacherberg) zwei externe Fachleute an: Frank Fähnle, Geschäftsführer der IDSL, und Angela Peduzzi, Projektleiterin bei Abraxas Informatik AG.
Ein wichtiger Teil des Aufbaus ist, dass die IDRR von Beginn weg möglichst selbstständig betrieben werden kann. Die Betriebskommission empfiehlt, die Informatikdienste schnellstmöglich mit einer Geschäftsführung (80 – 100%) sowie zusätzlichen Informatikstellen zu verstärken. So sinkt die Abhängigkeit von externen Dienstleistern. Die Stelle der Geschäftsführung ist bereits öffentlich ausgeschrieben.
Schnelles Handeln
Der Stadtrat hat drei zentrale Punkte festgehalten:
- Die Server-Hardware soll schnellstmöglich bestellt werden, damit die Infrastruktur rechtzeitig verfügbar ist und die alten Server ausser Betrieb genommen werden können.
- Es soll frühzeitig eigenes Personal angestellt werden (Geschäftsführung sowie Technikerinnen/Techniker), um die Bereitstellung der Server sowie die Migration aller Dienststellen und Betriebe zu sichern.
- Der Investitionskredit von 600’000 Franken wird zur Sicherstellung des ICT-Betriebs der Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg als gebundene Ausgabe erklärt.
Sämtliche Vorleistungen der Stadt Rorschach werden ab 1. Januar 2027 über die IDRR abgeschrieben und folglich von allen drei Gemeinden gemeinsam getragen.
Mit der raschen Beschaffung der Hardware, der Unterstützung durch bestehende Partner und dem Aufbau eines eigenen Teams sollen die Informatiksysteme der drei Gemeinden zuverlässig funktionieren – von internen Verwaltungsprozessen bis zu digitalen Dienstleistungen. Ziel ist, dass ab Mitte 2026 eine moderne, leistungsfähige Serverinfrastruktur bereitsteht und die Verwaltungsdienstleistungen ohne Unterbruch gewährleistet sind.