Ausgangspunkt für die erhöhte PFOS-Bodenbelastung in der Region scheint die Eggersrieter Höhe zu sein. Darauf deuten die in den letzten Jahren durchgeführten Analysen. Vor der Jahrtausendwende wurde über viele Jahre hinweg Klärschlamm – als landwirtschaftliches Düngemittel – ausgeführt, welcher die Böden belastete. Diese Belastung führte in Goldach zu erhöhten PFOS-Werten in den Quellen «Höhe» und «Altburg», welche nach entsprechender Feststellung in Absprache mit dem Amt für Verbraucherschutz im Jahr 2021 unverzüglich vom Netz genommen wurden. Der Gemeinderat hat die Öffentlichkeit darüber informiert und gleichzeitig in Aussicht gestellt, zu gegebener Zeit bzw. nach Kenntnis der Ursache über die Zukunft der Quellfassungen zu informieren.
Gemäss vorstehenden Ausführungen scheint die Ursache nun gefunden: Der in der Vergangenheit ausgeführte Klärschlamm kontaminierte die betroffenen Landwirtschaftsböden und belastet ganz allgemein die Umwelt. Die Frage nach der Verantwortlichkeit stellt sich aktuell nicht, da die Kenntnis über die Problematik von PFOS erst in den letzten Jahren aktuell wurde. PFOS fand Verwendung in ganz vielen nützlichen Produkten des Alltags und es wird entsprechend noch Jahre dauern, bis die entsprechenden Belastungen reduziert sind.
Was bedeuten die vorstehenden Erkenntnisse für die Gemeinde Goldach?
Die beiden Quellen «Höhe» und «Altburg» werden auch in Zukunft nicht mehr an das Netz der Wasserversorgung Goldach angeschlossen. Auch die öffentlichen Brunnen in Goldach werden ab sofort nicht mehr mit Quellwasser gespiesen.
Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Entsprechend hoch sind die Qualitätsanforderungen. Die Technischen Betriebe Goldach betreiben in diesem Sinne einen hohen Aufwand, um ihren Kundinnen und Kunden rund um die Uhr einwandfreies Wasser zu liefern. Die Wasserqualität in Goldach ist gut.