Naturnahe Gärten zeigen, dass es anders geht: Sie bieten Lebensräume für viele Insekten, Vögel und andere Tiere. Solche Gärten verbessern auch das psychische Wohlbefinden, indem sie Erholungsräume schaffen und den Stress durch Naturkontakt reduzieren. Also, geben wir der Natur und uns doch eine Chance!
So gestalten Sie Ihren Garten zum Naturparadies:
Einheimische Sträucher und Bäume: Sie dienen als Wind-, Sonnen- und Sichtschutz, reduzieren die Feinstaubbelastung und tragen zur Sauerstoffproduktion bei. Einheimische Pflanzen bieten vielen Tieren Lebensraum und Nahrung.
Blütenreiche Wiesen: Eintönige Rasenflächen bedecken heute viele Gärten, eine Blumenwiese oder ein Blumenrasen ist viel interessanter und gedeiht an fast allen Standorten. Es entstehen Lebensräume für zahlreiche Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln und Käfer, die wiederum Nahrung für viele Vogelarten sind.
Begrünte Dächer und Wände: Flachdächer eignen sich gut für Begrünung. Auch nachträgliche Begrünungen sind möglich. Kletterpflanzen kühlen im Sommer, schützen Fassaden und Wände und binden Staub. Sie schaffen ein naturnahes Ambiente und eignen sich für Hausmauern, Stützmauern und Zäune – ideal bei wenig Platz.
Kiesflächen und offene Böden: Natursteinbeläge, Schotterrasen, Kiesbeläge, Rasengittersteine oder offener Boden sind interessante Alternativen zu heissem, undurchlässigem Teer. Sie ermöglichen das Versickern von Regenwasser. Pflanzen wie Wegerich oder Wegwarte haben sich an diese Standorte angepasst.
Kleinstrukturen wie Totholz, Stein-, Ast- und Reisighaufen, kleine Wasserstellen: Sie bieten Lebensraum und Versteck für eine Vielzahl von Insekten wie Libellen, Käfer und Bienen, die für die Bestäubung und biologische Vielfalt wichtig sind. Zudem finden Kleinsäuger wie Igel, Mäuse, Reptilien und Amphibien wie Lurche, Eidechsen und Blindschleichen in den Haufen Unterschlupf, Schutz vor Fressfeinden oder ein Plätzchen um ihre Jungen zur Welt zu bringen.
In unseren Gärten lauern viele Gefahren für Wildtiere: Schächte und Unterlichter sind Fallen ohne Ausstieg für Kröten, Frösche und Molche. Mauern stellen unüberwindbare Hindernisse für Igel dar. Und leider werden Millionen von Vögeln jedes Jahr in unseren Gärten getötet. Vogelschlag, Tod der Vögel durch Aufprall an grossen Fensterflächen, oder Tod durch Katzen haben merklichen Anteil am Rückgang der Gefiederten!
BirdLife Schweiz bietet auf der Webseite nicht nur viele anregende Möglichkeiten zur Gartengestaltung, sondern weist auch auf Gefahren und Lösungsmöglichkeiten hin. Auch BirdLife Goldach hat Profis im Verein, die Sie zu Fragen der umweltfreundlichen Gartengestaltung gerne kostenlos für einen ersten Augenschein besuchen kommen!
Melden Sie sich einfach bei birdlifegoldach@gmx.ch und schon kommen wir vorbei.
Bereits kleine Veränderungen können wirkungsvoll sein und Vögel, Igel, Schmetterlinge und andere Tiere in Ihren Garten locken. Wagen Sie erste Schritte, wir freuen uns auf Sie.