Das Wort Phishing heisst auf Deutsch nichts anderes als «Ernten» oder «Fischen». Wie der Name bereits andeutet, ist Phishing eine Technik, um an vertrauliche Daten von ahnungslosen Internet-Nutzerinnen und -Nutzern zu gelangen. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Zugangsdaten von E-Mail-, Post-, E-Banking- oder Online-Auktionsanbieter-Konten handeln. Phishing-Angriffe können von organisierten Banden aber auch von Einzelpersonen ausgehen und finden über E-Mail, Webseiten, Internet-Telefonie (VoIP) oder SMS statt.
Merkmale eines Phishing-Angriffs
Phishing-Angriffe können ganz unterschiedlich ablaufen, nichtsdestotrotz gibt es typische Merkmale und Gemeinsamkeiten:
- Am Anfang eines jeden Phishing-Angriffs wird eine Person aufgefordert, ihre persönlichen Daten preiszugeben. Sei es zur Erneuerung der persönlichen Daten zu Sicherheitszwecken, zur Aktualisierung des jeweiligen Benutzerkontos oder aus einem anderen Vorwand (beispielsweise die Rückerstattung von Elektrizitätskosten durch eine Behörde).
- Die Person erhält solche Aufforderungen meist per E-Mail, die einen Link zu einer gefälschten Webseite beinhaltet.
- Auf der gefälschten Webseite wird die Person aufgefordert mit Hilfe eines Formulars ihre persönlichen Daten anzugeben. Nebst vertraulichen Bankdaten werden meist auch andere persönliche Daten (Name, Vorname, E-Mail-Adresse, Benutzername und Passwörter für diverse Konten etc.) erfragt.
- Die Absenderadresse und Inhalte der Phishing-Mails sowie die Gestaltung der Webseite, auf die im Phishing-Mail verwiesen werden, täuschen der Empfängerin oder dem Empfänger vor, dass es sich beim Absender um bekannte Finanzinstitute, die Post, Online-Auktionsanbieter (z. B. Ricardo oder eBay), E-Mail-Provider oder Behörden handelt.
- Es kann auch vorkommen, dass Webseiten von seriösen Unternehmen gehackt werden, um eine Phishing-Seite einzufügen. Diese Problematik ist vor allem im Bereich E-Banking bekannt.
| Was kann ich tun? Grundsätzlich gilt: Seriöse Dienstleister wie Banken, die Post, Behörden oder ähnliche Institutionen werden Sie nie über E-Mail oder Telefon zur Angabe von Passwörtern oder Kreditkartendaten auffordern. Seien Sie misstrauisch, wenn Sie E-Mails bekommen, die persönliche Daten verlangen und mit Konsequenzen wie Geldverlust, Strafanzeige oder Kartensperrung drohen. Löschen Sie solche E-Mails konsequent ohne auf Links zu klicken oder zu antworten. Anzeige bei der zuständigen Polizeistation im Fall eines finanziellen Schadens. Einige Delikte können auch über www.suisse-epolice.ch zur Anzeige gebracht werden. |