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Esther Marte wird per 31. Juli pensioniert.
Esther Marte wird per 31. Juli pensioniert.

Esther Marte wird per Ende Juli pensioniert

Per August 2010 wurden die Schulkreise Feld und Zentrum gebildet. Durch die Neuorganisation wurden erstmals Vollzeit-Schulleitungen angestellt, welche nebenbei nicht mehr selbst unterrichteten. Esther Marte übernahm damals die neu geschaffene Stelle als Schulleiterin des Schulkreises Zentrum und ist bis zur Pensionierung geblieben.

Das Wirken und der Einsatz von Esther Marte als Schulleiterin des Schulkreises Zentrum war herausragend. Die Schule Goldach als Ganzes lag ihr am Herzen. Mit ihrer humorvollen und kommunikativen Art genoss sie das vollste Vertrauen der Schule. Durch ihr vernetztes Denken und die vorausschauende Planung behielt Esther Marte immer den Überblick und sorgte dafür, dass die Schulprojekte reibungslos abliefen. Ihre Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und frühzeitig auf potenzielle Herausforderungen zu reagieren, machte sie zu einer unverzichtbaren Stütze der Schule Goldach.

Mit ihr verlieren wir eine tragende Figur, welche die Schule massgeblich geprägt und mitgestaltet hat. Schulsekretär Stefan Sieber traf Esther Marte anlässlich ihrer Pensionierung zu einem Interview.

Mit welchen Erwartungen hast du vor 14 Jahren die Stelle als Schulleiterin in Goldach angetreten?
Ich wollte engagiert in die neue Aufgabe und Rolle finden und dabei ich selbst bleiben können und die Schule auf eine andere Weise, einer anderen Ebene erleben und mitgestalten können/dürfen.

Im Wissen um den vorangegangenen Umstrukturierungsprozess war es wichtig hinzuschauen und hinzuhören, wie es den Menschen im System geht, welches ihre Erwartungen sind und wo mir Bereitschaft zur Mitgestaltung entgegenkommt.

Gibt es im schulischen Bereich einen Tag, den du gerne noch einmal erleben möchtest?
Da gibt es unzählige, die positiv gespeichert sind, das Herz berührt oder stolz gemacht haben. Da jeder neue Tag wieder einzigartig und überraschend sein kann, braucht es die Wiederholung für mich gar nicht.

Worauf bist du stolz?
Das ehrliche und rücksichtsvolle Miteinander ist mir ein grosses Anliegen. Hier haben wir als Team bewusst investiert und auf verschiedenen Ebenen viel erreicht.

Es freut mich immer wieder, wenn die Kinder auf mich zukommen oder im Büro vorbeischauen und einen kurzen Schwatz pflegen mögen.

Das Team und den Schulkreis Zentrum, so wie es ist/so wie er ist, an meine Nachfolgerin «übergeben» zu dürfen.

Was war dir besonders wichtig bei deiner Tätigkeit als Schulleiterin?
Die Menschen zu sehen und zu hören, ein offenes Ohr und Zeit für sie zu haben, Anliegen zeitnah aufzunehmen und Antworten/Lösungen finden können.

Kinder wie Erwachsene möchten für ihren Einsatz, ihr Wirken gewürdigt werden. Wenn das Kultur hat, fällt es auch leichter, wenn mal Meinungsverschiedenheiten bestehen oder auch mal ein kritischeres Feedback erfolgen muss.

Corona hat ja den Schulalltag ziemlich durcheinandergewirbelt. Wie hast du diese Zeit erlebt?
Aufwühlend, herausfordernd und entschleunigend zugleich – und nicht zuletzt sehr lehrreich.

Es wurden im Team miteinander Wege und Machbarkeiten gesucht, die Lehrpersonen haben sich gegenseitig unterstützt. Als Schulleiterin habe ich den Lead des damaligen Schulpräsidenten als souverän erlebt: Wir hatten einen Kapitän auf stürmischer See. Seitens Eltern erfuhren wir als Schule in dieser Zeit sehr viel schöne und wertschätzende Rückmeldungen. Das hat den Lehrpersonen und dem Team der Notfallbetreuung gutgetan.

Welches sind wichtige Meilensteine, welche du an der Schule Goldach mitgeprägt hast?
Die Aufgleisung und Umsetzung des neuen Lehrplans und der neuen Beurteilung zusammen mit den anderen Schulleitungen. Die Kultur der kleinen Schritte im Angehen solch grosser Projekte: Eins nach dem Anderen, wach, zielstrebig und engagiert, in leistbaren Dosen, ohne zu überfordern.

Die verstärkte Zusammenarbeit der beiden Primarschulkreise Feld und Zentrum. Die Schulleitungen und Lehrpersonen arbeiten in Unterrichts- und Schulentwicklungsfragen Schulkreis übergreifend zusammen.

Wohin muss sich die Volksschule aus deiner Sicht entwickeln, um den Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht zu werden?
Das Lernen mit neuen Medien ist sehr hilfreich, dient dem individualisierten Lernen, macht zuweilen aber auch einsam. Das menschliche Miteinander, das soziale Lernen wird deshalb verstärkter in den Fokus rücken müssen.

Die Kinder müssen ihre Gefühle kennen und darüber sprechen können. Noch mehr als bisher schon.

Was denkst du, wirst du am meisten vermissen an der Schule Goldach?
Die vielen Begegnungen mit Gross und Klein, das Lachen und die Geräusche der Kinder.

Was würdest du dir für die Zukunft für die Schule Goldach wünschen?
Dass sich die Erwachsenen im System als lernende Organisation wahrnehmen und die Zukunft der Kinder im Fokus haben: Wie muss die Schule von heute aussehen, dass sie die Kinder auf das Leben von morgen vorbereitet?

Dass sie den Mut hat, gross und modern zu denken, die nötigen Entwicklungen zugunsten der Kinder (und Lehrpersonen) anzupacken – und die nötigen finanziellen Mittel dafür auszugeben.

Gibt es etwas, was du dir in der Pension unbedingt erfüllen möchtest?
Schweden zur Zeit des Mittsommers bereisen.

Die Schule Goldach bedankt sich ganz herzlich für die engagierte Arbeit von Esther Marte für die Schule und wünscht ihr eine erlebnisreiche und spannende Pension. Wir wünschen ihr für diesen neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und viele wunderbare Momente.

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