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Ivo Mühleis

Pensionierungen Schule

Lehrpersonen, welche in Pension gehen, werden jeweils an der Schulschlussfeier am Abend des letzten Schultags vor den Sommerferien gebührend verabschiedet. Nebst Schulleiterin Esther Marte treten Ende Schuljahr weitere Lehrpersonen in den Ruhestand über.

Ivo Mühleis blickt auf eine langjährige Schulkarriere an der Schule Goldach zurück. Er war seit 1982 als Primarlehrer angestellt. Weil ihm die Lern- und Arbeitsatmosphäre sehr wichtig war, waren ihm die Gemeinschaftsbildung und die Wertevermittlung ein zentrales Anliegen. Grundwerte wie Toleranz, Achtung, Ehrlichkeit, Respekt und Verständnis prägten seinen Umgang mit seinen Klassen. Die Freude am Unterrichten und an der Entwicklung des einzelnen Kindes war ihm Antrieb und hat sich auch über die Jahre nicht verändert.

Dank Ivo Mühleis Stärke im musikalischen Bereich durfte das Team während vieler Jahre von seinen Kompetenzen als musikalischer Leiter der Weihnachtssingen profitieren. Sein Gespür, seine Freude an der Musik, auch sein Durchhaltevermögen spornten die Schülerinnen und Schüler im Chor stets zu Höchstleistungen an. Ihm ist es zu verdanken, dass die Weihnachtssingen des Schulhaus Bachfeld immer wieder zu einzigartigen Erlebnissen wurden.

In der Pension freut sich Ivo Mühleis viel Zeit mit seiner Frau und seinen Enkeln verbringen zu können. Das Pflegen von sozialen Kontakten ist ihm allgemein sehr wichtig. Auch hat er sich zum Ziel gesetzt, ferne Länder zu bereisen und mit dem Wohnwagen durch Europa zu fahren. Musik wird immer ein wichtiger Aspekt in seinem Leben sein und er möchte gerne körperlich und geistig fit bleiben. Auch steht er als Begleitperson für Schulreisen, Exkursionen und Sporttage weiterhin gerne zur Verfügung.

Nicola Holenstein unterrichtete von 1981 bis 1993 vollzeitig als Kindergärtnerin. Sie kündigte ihre Anstellung damals, um sich ihrer Familie widmen zu können. Im November 1996 kehrte sie an die Schule Goldach zurück und übernahm viele Jahre Teamteaching und Lektionen für Deutsch als Zweitsprache im Kindergarten.

Als zuverlässige, verständnisvolle und motivierte Lehrerin wurde Nicola Holenstein sehr geschätzt. Sie schaffte mit ihrer wohlwollenden und doch bestimmten Art eine Umgebung, in der den Kindern das Lernen auf ernsthaft-spielerische Weise möglich war. Den Unterricht gestaltete sie so, dass die Kinder erlebnisorientiert Lernfortschritte erzielen konnten. Ihre warmherzige und hilfsbereite Art und ihre grosse Flexibilität bei Ausfällen von Lehrpersonen wurden sehr geschätzt.

In Zukunft wird Nicola Holenstein noch mehr Zeit in ihrem wilden Garten verbringen und ihn für Insekten und Vögel noch attraktiver gestalten – ganz im Sinne der Biodiversität. Als Auslandschweizerin reiste sie während den Schulferien oft zu ihren Eltern nach Kenia, deshalb möchte sie nun die Schweiz besser kennenlernen. Dies mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Anfangen wird sie bereits im Sommer mit dem Besuch des Aletsch Gebiets im Wallis. Sie möchte aber auch weiterhin nach Kenia zu ihrer inzwischen 89-jährigen Mutter reisen und auch mal ihren Bruder in Bangkok besuchen.

Beat Weibel unterrichtete seit 1987 Saxophon an der Musikschule Goldach, sozusagen ein Gründungsmitglied der ersten Stunde. Als kooperativer und loyaler Mitarbeiter genoss er das Vertrauen des Musiklehrpersonenteams und sorgte mit seinem sympathisch schwarzen Humor oft für die nötige Auflockerung, um sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Als brillanter Arrangeur und Komponist überraschte er das Team immer wieder bei Lehrerkonzerten oder auch im Musiklager in Ladir, bei dem er mehrmals als beliebter Leiter teilnahm. Auch bei Aufnahmen und der Bearbeitung von Audiomaterial konnte die Schulleitung stets auf sein fundiertes Wissen und sein exzellentes Equipment zählen.

Seine Schülerinnen und Schüler spornte er mit einer professionellen Art und Weise zu Höchstleistungen an und vermochte sie in verschiedensten Musikstilen zu inspirieren. Es bereitete ihm grosse Freude, die Musik weiterzugeben und zu schauen, wohin der Weg führt.

Schweren Herzens hat er sich entschieden, seine Anstellung an der Musikschule Goldach zu künden und vorzeitig in den Ruhestand zu treten, da die Schülerzahlen schleichend zurückgegangen sind. In seiner Pension wird er weiterhin Saxophon spielen, arrangieren und wenn man Glück hat, kann man Beat Weibel beim Orgelspielen in einer Kapelle zuhören.

Edith Inauen unterrichtete seit November 2008 als Lehrperson phil II an der Oberstufe. Sie unterrichtete die Fächer Mathematik und Textiles Gestalten und galt im Team als engagierte, zuverlässige, verständnisvolle und motivierte Lehrerin. Mit kreativen Ideen leistete sie wertvolle Beiträge an Projekttage und Sonderwochen. In betrieblich ausserordentlichen Situationen war Edith Inauen bereit Herausforderungen anzunehmen und Verantwortung zu übernehmen. Ihre Fachkompetenz sowie ihre Beziehungsfähigkeit ermöglichten ihr unvergessliche Momente mit Schülerinnen und Schülern, sowie ihren Teamkolleginnen und -kollegen. Sie überraschte immer wieder mit liebevollen Dekorationen im Teamzimmer wie auch in den Begegnungsräumen.

Edith Inauen freut sich, die kommende Zeit ohne berufliche Verpflichtungen auf sich zukommen zu lassen. Sie wird sicherlich viel Zeit am Bodensee, ihrem persönlichen Kraftort, geniessen. Zudem wird Edith Inauen nach wie vor regelmässig nach Bern pendeln, um mit ihrer Tochter wertvolle Momente zu verbringen und um ihren Enkelsohn beim Aufwachsen zu begleiten. Reisen sind auch schon geplant: Familienurlaub in Frankreich, eine sizilianische Hochzeit in Catania und eine Fernreise nach Australien.

Maya Boppart war 15 Jahre lang Schulleiterin der Primar- und Oberstufe Häggenschwil. Den ursprünglichen Plan, regulär im Sommer 2022 in Pension zu gehen, verschob sie, um in Goldach als Schulleiterin einzuspringen. Sie wirkte als interimistische Schulleiterin im Schulkreis Feld von April 2022 bis Januar 2023 und anschliessend ab August 2023 bis Ende Juli 2024 ebenfalls als interimistische Schulleiterin der Oberstufe, wofür die Schule sehr dankbar ist. Zu ihren Hauptaufgaben gehörten die Sicherstellung eines reibungslosen Schulbetriebs sowie die personelle Führung der rund 35 Lehrpersonen. Die ihr übertragenen Schulleitungsaufgaben erledigte sie verantwortungsbewusst und im Interesse einer gut funktionierenden Oberstufe.

Die Tätigkeit war teils mit intensiven Eltern- und Lehrerkontakten verbunden, bei welchen sie stets eine Lösung im Sinne der Schülerinnen und Schüler im Fokus hatte. Maya Boppart hatte immer ein offenes Ohr für ihr Lehrerteam und nahm ihre Anliegen ernst. In der neu gewonnen Freizeit bevorzugt Maya Boppart, die Bergwelt und insbesondere die Natur im Unterengadin zu allen Jahreszeiten geniessen zu können.

Die Schule Goldach bedankt sich bei den Neupensionierten für ihren grossen Einsatz und wünscht ihnen für die Zukunft viele schöne Erlebnisse und vor allem beste Gesundheit.

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