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Dominik Gemperli

Blickwinkel

Dieses Jahr ist tatsächlich eingetreten, was zu befürchten blieb: Die Gemeinde Goldach wird das Jahr 2023 mit einem Verlust abschliessen. Der Verlust liegt immerhin unter dem budgetierten Ergebnis für das vergangene Jahr, dennoch muss nach vielen Jahren mit Ertragsüberschüssen nun ein negatives Ergebnis zur Kenntnis genommen werden. Richtig Sorgen bereiten hingegen die Aussichten auf das Jahr 2024, für welches nochmals mit einem deutlich höheren Aufwandüberschuss zu rechnen ist.

Durch die guten Ergebnisse der letzten Jahre konnte die Gemeinde Goldach ein beachtliches Eigenkapital bilden. Diese Ausgangslage macht es nun möglich, Verluste zu kompensieren. Allerdings nur auf eine kurze Sicht. Mittelfristig muss es uns gelingen, das strukturelle Defizit auszugleichen.

Goldach verfügt im Kantonsschnitt über einen sehr attraktiven Steuerfuss. Die Steuerkraft – das heisst der Ertrag aus den Gemeindesteuern – liegt im kantonalen Durchschnitt. Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass die Gemeinde Goldach in all den Jahren sehr haushälterisch mit ihren finanziellen Mitteln umgegangen ist. In den letzten Jahren hat sich aber eine permanente Lastenverschiebung vom Kanton auf die Gemeinden abgezeichnet. Daneben werden – aufgrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen – insbesondere auch die Erträge aus den Steuern der juristischen Personen (Firmensteuern) weniger. Hier muss ein Umdenken stattfinden: Es kann schlicht nicht sein, dass diejenigen Gemeinden, welche Arbeitsplätze für die Region bereitstellen und damit auch mit den negativen Auswirkungen wie Verkehr, Emission etc. konfrontiert sind, letztlich keine steuerlichen Vorteile zu verzeichnen haben.

Für die Gemeinde Goldach heissen vorstehende Ausführungen aber auch, dass wir die finanziellen Perspektiven genau beobachten werden. Massnahmen sind für die Zukunft nicht auszuschliessen. Selbstverständlich werden wir weiterhin bemüht bleiben, unsere Aufgaben effizient und dienstleistungsorientiert zu erfüllen.

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