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Deutschkurse für ukrainische Flüchtlinge an der Volkshochschule Rorschach
Deutschkurse für ukrainische Flüchtlinge an der Volkshochschule Rorschach

Situation Asylwesen in Goldach

Die Sozialen Dienste Goldach sind für das Asylwesen zuständig und informieren über die aktuelle Situation.

Die Zuweisung von Asylsuchenden an die Gemeinden erfolgt durch die Trägerschaft Integrationsprojekte St. Gallen (TISG). Ende 2023 betreute die Gemeinde Goldach 126 Asylsuchende – 84 Personen aus der Ukraine, 13 aus Afghanistan, 4 aus Albanien, 1 aus Eritrea, 1 aus Iran, 4 aus Russland, 1 aus Somalia, 8 aus Syrien, 6 aus der Türkei und bei 4 Personen ist das Herkunftsland unbekannt. Die Anzahl Asylsuchender in Goldach entspricht exakt dem vorgegebenen Soll-Bestand. Dieser berechnet sich aufgrund der Einwohnerzahl und ändert sich aufgrund der Anzahl eingehenden Asylgesuche in der Schweiz regelmässig.

Sowohl die Betreuung als auch die Zusammenarbeit mit den Asylsuchenden und den involvierten Stellen ist anspruchsvoll und herausfordernd. In den letzten Jahren mussten für die Unterbringung über 40 Wohnungen angemietet werden. Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine wird für die Unterbringung zusätzlich die Gruppenunterkunft genutzt. Erfolgt eine Zuweisung nach Goldach bleiben maximal drei Wochen Zeit um einen geeigneten Wohnraum für die Asylsuchenden zu organisieren. Die langfristige Unterbringung bei Privatpersonen hat sich in Goldach nicht bewährt.

Integration von Erwachsenen
Die Integration ins Berufs- und Alltagsleben hat oberste Priorität. Ein weiteres Kernstück der erfolgreichen Integration ist die Verständigung und die Teilnahme am öffentlichen Leben. Dazu besuchen die meisten Asylsuchenden zu Beginn des Integrationsprozesses einen Intensiv-Deutschkurs an der Volkshochschule Rorschach, bis sie das Niveau A2 erreicht haben.

Ab diesem Zeitpunkt werden die Sozialen Dienste im Hinblick auf weitere Integrationsmassnahmen von der Regionalen Potenzialabklärungs- und Arbeitsintegrationsstelle (REPAS) in Rorschach sehr gut unterstützt. Diese erstellt einen Integrationsplan und leitet die weiteren nötigen Integrationsmassnahmen ein. Unter anderem werden Praktikums- und Schnuppereinsätze gesucht, Fachkurse (z. B. SRK, Informatikkurse etc.) angeboten und Unterstützung bei der Lehrstellensuche geleistet.

Integration von Kindern im schulpflichtigen Alter
Die Kinder besuchen während den ersten sechs bis zwölf Monaten eine Integrationsklasse in der Region und werden danach in den ordentlichen Schulbetrieb in Goldach eingegliedert, wo sie punktuell noch Stützunterricht in Deutsch erhalten.

Die Integrationskosten im Asylbereich beliefen sich im Jahr 2023 auf CHF 437’175.80. Diese Kosten werden vom Kanton, respektive vom Bund vollständig zurückerstattet.

Nicht immer gelingt es die Asylsuchenden erfolgreich in die Gesellschaft und Berufswelt zu integrieren. Die Gründe dafür sind verschieden; hohes Alter, gesundheitliche Probleme, wie physische oder psychische Einschränkungen, fehlende Schul- und Berufsausbildung oder Analphabetismus, häusliche Bindung etc.. Die meisten Asylsuchenden lösen sich jedoch nach fünf bis acht Jahren von der öffentlichen Unterstützung ab und führen danach ein wirtschaftlich selbständiges Leben in der Schweiz.

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