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Busangebot wird verbessert

In Goldach ist ab 1. Juli 2023 ein Ausbau der Buslinie 253 vorgesehen. Zudem wird ab Fahrplan 2024 die Linie 254 bis zum Bahnhof Goldach geführt. Diese Verbesserungen gehen auf eine Petition aus der Bevölkerung zurück, die sich teilweise gegen ein neues Buskonzept wehrte. Der Gemeinderat Goldach hat sich - innerhalb der Möglichkeiten und Rahmenbedingungen - für die teils berechtigten Anliegen eingesetzt. Die Mehrkosten für die Fahrplananpassung kosten die Gemeinde rund CHF 130'000 pro Jahr.

Am 9. Februar ist eine Petition zum neuen Buskonzept in der Region Rorschach mit 1’585 Unterschriften beim Kanton eingereicht worden. Der Kanton hat anschliessend mit den betroffenen Gemeinden, den Transportunternehmen und der Petitionärin das Gespräch gesucht und die Kritikpunkte besprochen. Zudem sind die ersten Erfahrungen des neuen Buskonzepts ausgewertet.


Ein Kritikpunkt betrifft die fehlende Direktverbindung der Linie 254 zum Hauptbahnhof St. Gallen. Seit dem vergangenen Fahrplanwechsel endet diese Linie an der Haltestelle St. Gallen Kantonsschule. Der Kanton hält an dieser Lösung fest, da der Umstieg auf die S-Bahn problemlos möglich ist. Der Direktbus aus der Region Rorschach dient vor allem als schnelle Verbindung in den Osten der Stadt. Für die Fahrt bis an den Hauptbahnhof St. Gallen wäre der Einsatz eines weiteren Fahrzeugs erforderlich, was zusätzliche Kosten auslöst. Zudem ist der Korridor St. Gallen Bahnhof–Marktplatz bereits heute hoch belastet. Die Anzahl Busse soll deshalb dort reduziert werden, wo alternative Verbindungen mit attraktiven Reisezeiten bestehen. Dadurch werden im Zentrum von St. Gallen Eigenbehinderungen des ÖV reduziert. Die Gemeinde Goldach hat sich mehrfach – aber an dieser Stelle erfolglos – für die Direktverbindung eingesetzt.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Verbindungen innerhalb von Goldach. Diese verschlechterten sich mit der Einführung des neuen Buskonzepts. Der Kanton und die Gemeinde Goldach haben deshalb einen Ausbau der Linie 253 (Goldach Bahnhof–Rietli) beschlossen. Von Montag bis Freitag verkehren neu 19 Kurse pro Tag und Richtung. Von 6 Uhr bis 8.30 Uhr, 11.30 Uhr bis 14 Uhr und von 15.30 Uhr bis 19 Uhr wird neu im Halbstundentakt gefahren. An den Wochenenden von Mai bis Mitte September verkehrt die Linie 253 zusätzlich von 9 Uhr bis 19.30 Uhr im Halbstundentakt.

Damit wird das Freibad Goldach besser mit dem ÖV erschlossen. Das ausgebaute Angebot der Linie 253 wird bereits ab 1. Juli 2023 in Betrieb gehen.

Ausgebautes Angebot Linie 253 ab 1. Juli

Montag bis Freitag im Halbstundentakt

06.00 Uhr bis 08.30 Uhr

11.30 Uhr bis 13.30 Uhr

15.30 Uhr bis 19.00 Uhr

Wochenendbetrieb von Mai bis Mitte September im Halbstundentakt

09.00 Uhr bis 19.30 Uhr

Eine weitere Verbesserung betrifft die Linie 254 (Rorschach Hauptbahnhof Süd–Goldach TZM/Kellen–St. Gallen Kantonsschule). Ab Fahrplan 2024 werden alle Kurse, die heute an der Haltestelle Goldach TZM/Kellen enden, bis zum Bahnhof Goldach geführt. Dadurch ergeben sich zusätzliche Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus und Bahn via Bahnhof Goldach.

Mit diesen Verbesserungen wird den Anliegen der Petition bestmöglich Rechnung getragen. Wir danken an dieser Stelle für das grosse Engagement von Jacqueline Schneider und Ihren Mitstreitern. Es gilt aber auch festzuhalten, dass es schlicht nicht möglich ist, ein Buskonzept zu erarbeiten, welches allen Bedürfnissen entspricht. Zu unterschiedlich sind die Interessenlagen von Kanton und Gemeinden am See. Es gilt vielmehr, einen gemeinsamen Nenner zu finden, welcher die bestehenden Rahmenbedingungen bestmöglich berücksichtigt. Diese Rahmenbedingungen werden auch von Aspekten der Wirtschaftlichkeit definiert. Es braucht ein Minimum an Eigenwirtschaftlichkeit, damit ein Angebot überhaupt bereitgestellt werden kann.

Auch für die Gemeinde Goldach spielen die Kosten eine Rolle: Sie zahlt im Moment rund CHF 900’000 für den öffentlichen Verkehr. Mit den vorstehend beschriebenen Anpassungen wird der Betrag an den öffentlichen Verkehr nochmals um jährlich CHF 130’000 erhöht.

Wir hoffen, dass die Angebotserweiterung von den Nutzerinnen und Nutzern rege genutzt wird und freuen uns, dass sich das Engagement gelohnt hat.

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