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Projektvorschlag für das Gmünderhaus

Nicht das «Alte Haus von Rocky Docky», sondern das Gmünderhaus von Goldach – oder wie es mit dem Schutzobjekt nun weitergeht

Das Gmünderhaus an der Blumenstrasse ist ein kantonales Schutzobjekt. Als eines der ältesten Gebäude in Goldach hat es eine bewegte Vergangenheit hinter sich und ist ein Stück Zeitgeschichte von Goldach.

Zuletzt diente es als Jugendzentrum. Neben dem historisch wertvollen Teil, der sich im südlichen bzw. strassenabgewandten Bereich befindet, fällt das Objekt durch seine hölzerne Bohlendecke im Erdgeschoss auf. Die letzten Jahrzehnte sind am Gebäude indessen nicht spurlos vorübergegangen. Heute ist das Holzhaus an der Blumenstrasse 10 mehr eine charmante Baracke wie ein schmuckes Schutzobjekt.

Anlässlich der Bürgerversammlung 2023 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Motion der IG Gmünderhaus abgewiesen. Die Motion forderte insbesondere die öffentliche Nutzung der Parterrewohnung, damit die historisch wertvolle Bohlendecke weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich bleibt.

Aufgrund des relativ knappen Abstimmungsergebnisses an der Bürgerversammlung wurde entschieden, der IG Gmünderhaus eine Chance einzuräumen, ihrem Anliegen durch die Sammlung von privaten Geldern Erfolg zu verschaffen. Die Gründung einer Stiftung kann dabei ein geeignetes Gefäss darstellen, sofern die Finanzierung tatsächlich gelingt.

Der Gemeinderat unterstützt die IG Gmünderhaus bei ihren Bemühungen. Sollte sich jedoch innert absehbarer Frist zeigen, dass sich keine privaten Geldgeber finden und eine öffentliche Nutzung des Erdgeschosses – aus wirtschaftlichen Gründen – damit ausgeschlossen ist, wird der Gemeinderat an seinem ursprünglichen Vorgehen festhalten und einen privaten Investor suchen, welcher das rechtskräftige Bauprojekt umsetzt. Bleiben indessen auch diese Bemühungen ohne Erfolg, wird – gemäss Versprechen der kantonalen Denkmalpflege – das Haus aus seinem Schutz entlassen. Damit bliebe der Weg frei für einen Abbruch.

Für den Gemeinderat steht nach wie vor im Vordergrund, die jahrelange und unbefriedigende Situation mit einem maroden Haus mitten im Zentrum, endlich zu lösen. Kann das ortsbildprägende und geschichtsträchtige Haus tatsächlich saniert und erhalten werden, ist dies eine Erfolgsgeschichte. Falls nicht, ist der Weg immerhin frei, Raum für einen Neubau zu schaffen. Dem Gemeinderat ist ausserdem wichtig, dass für eine Sanierung möglichst keine Steuergelder in Anspruch genommen werden. Gerade dieser Umstand ist wichtig, damit die Diskussion um das Gmünderhaus versachlicht und entpolitisiert wird.

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